Christlich Demokratische Union Sankt Augustin
Kinderklinik Sankt Augustin: Landesregierung nimmt längere Anfahrtswege für Schwangere billigend in Kauf PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 18. Januar 2017

andreaMilz2017 170In der Beantwortung der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Andrea Milz erklärt die Landesregierung, dass die geplante Schließung der Bereiche Geburtshilfe und Neonatologie der Kinderklinik Sankt Augustin auch bei längeren Fahrtzeiten für zukünftige Patienten vertretbar ist.

„Die Landesregierung lässt damit die Menschen im Rhein-Sieg-Kreis im Stich.“ resümiert die CDU Landtagsabgeordnete Andrea Milz die Antwort der Landesregierung. „Innerhalb weniger Jahre droht die zweite Schließung eines Geburtshilfebereiches (nach Eitorf im Jahr 2014) im Rhein-Sieg-Kreis und damit längere Anfahrten für Mutter und Kind mit entsprechend zunehmenden Risiken.“ erklärt Milz weiter.

„Durch diese Maßnahme sind insbesondere die östlichen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises noch weiter von einer Geburtenstation entfernt. Es darf nicht sein, dass das Land den Breitbandausbau in ländlichen Kommunen fördert, aber werdenden Müttern immer weitere Wege zumutet.“ ergänzt der Vorsitzende der CDU Ratsfraktion Sankt Augustin Georg Schell.

Mit Blick auf die voraussichtlich steigenden Transportzahlen zur Kinderklinik nach der Geburt kann die Landesregierung aktuell keine Angaben zu den Auswirkungen auf den Rettungsdienst machen. „Bei komplizierten Fällen sind die Auswirkungen eines Transports für Mutter und Kind dagegen klar: stärkere Belastungen in einer kritischen Situation können unabsehbare Folgen haben.“ kommentiert Andrea Milz die Ausführungen der Gesundheitsministerin.

„Die Landesregierung muss den Menschen erklären, wie sie die medizinische Versorgung in Zukunft hier in der Region sicherstellen wird.“ fordert Milz abschließend.



Antwort der Landesregierung (pdf-Datei)

Anlage zu Antwort (pdf-Datei)

 

(Gemeinsame Pressemitteilung von Andrea Milz MdL und der CDU Sankt Augustin)