Christlich Demokratische Union Sankt Augustin
CDU Sankt Augustin fordert Erhalt der Geburtshilfestation in der Kinderklinik PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 07. Dezember 2016

Sascha Lienesch RGB170Die CDU fordert die Geschäftsführung der Asklepios Kinderklinik dazu auf, ihren Beschluss zur Schließung der Geburtenhilfestation zu revidieren und auch weiterhin Geburten in Sankt Augustin möglich machen.

Erst vor sechs Jahren wurde die Kinderklinik um die Geburtshilfestation erweitert. Eine sinnvolle Verlagerung vom Siegburger Krankenhaus nach Sankt Augustin, da bei Komplikationen oder bei angeborenen Krankheiten des Kindes, insbesondere im Bereich des Herzens, in der Kinderklinik schnell und professionell geholfen und weiter behandelt werden kann. Von ca. 1000 Geburten pro Jahr in der Kinderklinik wurden rund 200 Säuglinge nach der Geburt auf anderen Stationen der Kinderklinik und im Kinderherzzentrum behandelt.

Durch Pressemitteilung hat die Geschäftsführung der Asklepios Kinderklinik Sankt Augustin am 30.11.2016 der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass sie beabsichtigt die Geburtshilfestation und den Fachbereich Neonatologie zu schließen, um sich auf ihre Kompetenzen in der Pädiatrie, Orthopädie, Neurochirurgie, der Kinder-, Kinderherz- und Thoraxchirurgie sowie der Kinderkardiologie konzentrieren. Auch die Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik erfolgte an diesem Tag.

Drei Wochen vor Weihnachten wurden die Mitarbeiter der betroffenen Stationen über die bevorstehende Schließung informiert. Zwar wurde ihnen eine Weiterbeschäftigung im Hause angeboten oder eine Vermittlung innerhalb des Asklepios-Konzerns, jedoch befürchten viele Mitarbeiter eine drohende Arbeitslosigkeit. Betriebsbedingte Kündigungen wurden in der Pressemitteilung nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Die Klinikleitung will sich zudem dafür einsetzen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Kooperationspartnern der GFO einen Arbeitsplatz finden. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezweifeln jedoch einen Personalbedarf in diesen Kliniken und damit die Aufnahmekapazität von Sankt Augustiner Klinikpersonal. Neben der Geburtshilfe ist ebenfalls geplant die Intensivstation aufzulösen bzw. auf ein Minimum zu reduzieren. Hier äußerten Beschäftigte, dass dies eine negative Zukunftsaussicht für die gesamte Klinik wäre.

Zwar wird in der Pressemitteilung ausdrücklich erwähnt, dass nicht wirtschaftliche Gründe zu der Entscheidung geführt haben, jedoch ist der Sanierungsbedarf in der Kinderklinik schon länger bekannt. Soll hier auf dem Rücken der Beschäftigten und der werdenden Eltern finanzielle Spielräume geschaffen werden?? Der Gedanke der Spezialisierung ist ja nicht grundsätzlich falsch - jedoch sollte vielleicht überlegt werden sich stärker auf die Geburtshilfe und Neonatologie zu spezialisieren. Das würde den werdenden Familien insbesondere im rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und Umgebung zu Gute kommen.

500pxKinderklinik Sankt Augustin

Die CDU Sankt Augustin fordert den Erhalt der Geburtenhilfe und Neonatologie in Sankt Augustin. Wie uns bekannt wurde, hat die zuständige Bezirksregierung über die Schließung der Abteilungen noch nicht entschieden. "Wir fordern die NRW-Gesundheitsministerin und die Regierungspräsidentin dazu auf, dem Vorhaben einen Riegel vorzuschieben und der Schließung eine Absage zu erteilen", so Sascha Lienesch, stv. Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Sankt Augustin. Zudem sind ja für den Umbau zur Einrichtung der Geburtenhilfestation vor 6 Jahren öffentliche Mittel als Zuschüsse geflossen. Hier stellt sich die Frage, ob hier nicht eine gewisse Zeit als Zweckbindung besteht.

Wir begrüßen ausdrücklich den Schritt von Bürgermeister Klaus Schumacher, dass er das Thema kurzfristig auf die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung am 7.12. gesetzt hat, damit sich der Rat damit befassen kann. Die Fraktionen im Rat der Stadt erarbeiten gerade einen gemeinsamen Resolutionsantrag als Protest gegen die Schließungspläne.