Christlich Demokratische Union Sankt Augustin
Einbahnstraßenregelung in Kapellenstraße bleibt leider zu Lasten der Umgebungsstraßen bestehen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 10. Juni 2015

Georg Schell RGB 170In der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschusses hat sich die CDU als einzige Fraktion gegen eine Fortführung des Tests der Einbahnstraßenregelung in der Kapellenstraße ausgesprochen.

Zwar hat sich die Situation in der Kapellenstraße erwartungsgemäß verbessert, dies geschieht aber zu Lasten der Umgebungsstraßen und hier insbesondere der Ortsgasse und der Burbankstraße. Die CDU-Fraktion war daher der Empfehlung der Verwaltung gefolgt, bis zu einer Lösung der Problematik in diesen beiden Straßen die Einbahnstraßenregelung in der Kapellenstraße nicht mehr aufrecht zu erhalten.

Seit einem knappen Jahr läuft der Test in der Kapellenstraße in dem Stück zwischen Kölnstraße und Sternenstraße. Auf Drängen der CDU hatte die Verwaltung sowohl kurz vor der Einführung der neuen Regelung als auch im April diesen Jahres Verkehrsmessungen durchgeführt – zum großen Bedauern aller Sitzungsteilnehmer waren die Messungen vor dem Test in der Ortsgasse fehlerhaft, so dass hier nun kein genauer Vorher/Nacher-Vergleich möglich ist. In der Kapellenstraße ist in besagtem Abschnitt in Richtung B56 das Verkehrsaufkommen von früher rund 1.000 Fahrzeugen am Tag auf durchschnittlich 27 – Falschfahrer – zurückgegangen. Im Gegensatz dazu ist das Aufkommen in der Gegenrichtung um fast 45% gestiegen – von 803 Fahrzeugen auf 1.272 am Tag. Die kritischen Begegnungsfälle, bei denen ein Fahrzeug auf den Bürgersteig ausweicht, treten nun aber natürlich nicht mehr auf.

Diesem Vorteil steht ein aus Sicht der CDU gravierender Nachteil gegenüber. In Ortsgasse und Burbankstraße hat der Verkehr nun zugenommen. Und hier ist die Situation für Fußgänger aus unserer Sicht gefährlicher als früher in der Kapellenstraße, da in der Ortsgasse die Fußgänger an einer Stelle in jedem Fall auf die Straße gehen müssen. Ergänzt wird die Problematik dadurch, dass die Bürgersteige in der Burbankstraße kurz vor der Einmündung in die Kapellenstraße für z. B. Kinderwagen und Rollatoren nicht breit genug sind und die Passanten daher auch hier die Straße nutzen müssen.

Ortsgasse 1 450














In der Sternenstraße hat das Verkehrsaufkommen seit Beginn des Einbahnstraßentests um gut 36% zugenommen. Dies lässt die Vermutung zu, dass auch das Aufkommen in Ortsgasse und Burbankstraße grob in ähnlicher Größenordnung zugenommen hat. Damit hat auch das Risiko für die Fußgänger, die wie gesagt die Straße betreten müssen (!), zugenommen. Dies sieht auch die Straßenverkehrsbehörde so und hat daher empfohlen, den Test nicht weiter fortzuführen, bis eine Lösung für dieses Problem gefunden worden ist. Über diese Empfehlung setzten sich die anderen Fraktionen hinweg und auch der Vorschlag der CDU-Fraktion, die Kapellenstraße anstelle der Einbahnstraßenregelung grundsätzlich für LKW über 3,5 Tonnen in beide Richtungen zu sperren, damit die Anzahl der problematischen Begegnungsfälle dadurch reduziert wird, fiel auf keine Gegenliebe. Ebenso führte auch der Hinweis der Verwaltung auf „zahlreiche Schreiben der direkten Anlieger“ der Ortsgasse zu keinem Umdenken der anderen Fraktionen.

Bei einer Ortsbegehung vor über einem Jahr wurde die generelle Problematik in der Ortsgasse schon gesehen – schon damals hatten weder die Politiker noch die Mitarbeiter der Fachverwaltung einen Lösungsvorschlag. Auch in der aktuellen UPV-Sitzung hatte niemand einen Lösungsansatz.

Georg Schell, CDU-Fraktionsvorsitzender: „Wir bedauern, dass die anderen Fraktionen die Problematik in der Ortsgasse und in der Burbankstraße als zu gering ansehen, um die Testphase in der Kapellenstraße bis zur Lösung zurückzunehmen. Die CDU jedenfalls stuft die aktuelle Situation als heikel ein und hofft, dass hier schnellstmöglich Abhilfe geschaffen wird. Ansonsten wäre ein Problem verschärft worden, um ein anderes zu entschärfen.“