Christlich Demokratische Union Sankt Augustin
HUMA: Ansiedlung von H&M in Siegburg gutes Indiz, dass HUMA der Region nicht schadet PDF Drucken E-Mail
Montag, den 29. September 2014

huma170Der HUMA Einkaufspark war ursprünglich in den 1970iger Jahren und ist auch künftig für einen erheblich größeren Einzugsbereich konzipiert als nur Sankt Augustin, Siegburg und Troisdorf. Die Planer gehen von einem Bereich mit ca. 1 Mio. Bürgern aus.

Die attraktive Neugestaltung und Erweiterung dieses Einkaufszentrums in der Urbanen Mitte Sankt Augustins wird die Attraktivität der ganzen Region erhöhen. Eindeutiges Indiz hierfür ist der Vertragsabschluss seitens H&M für das "Quartier Reichenstein" in der Siegburger Innenstadt. Die Modekette wird dort am Marktplatz ein Modehaus mit 2000 qm Verkaufsfläche einrichten. Nachdem jahrelang mit H&M verhandelt wurde und es zwischendurch so aussah, als würde aus diesem Projekt gar nichts mehr werden, kam es erst zu einer Einigung (12.03.2014), nachdem (!) in Sankt Augustin alle Ratsbeschlüsse und Baugenehmigungen für den Umbau HUMA erfolgt waren und sogar erst nach dem Baubeginn (Spatenstich HUMA 21.11.2013)

Würden Handelsprofis wie H&M die Entwicklung in Sankt Augustin als große Gefahr ansehen, würden sie mit Sicherheit keinen 10jährigen Mietvertrag mit vier Verlängerungsoptionen um je fünf Jahre abschließen.Man muss sich auch einmal in dieser Hinsicht von dem Stadtgrenzendenken verabschieden. Die Fahrzeit vom HUMA zu einem der Parkhäuser am Siegburger Zentrums- und damit Einkaufsbereich beträgt mit dem Auto weniger als 10 Minuten und mit der Straßenbahn gerade mal 3 Minuten. Im heutigen mobilen Zeitalter sind dies keine Entfernungen und insbesondere Kunden, die von etwas weiter weg kommen, werden nicht darüber nachdenken, ob sie nur nach Sankt Augustin oder nur nach Siegburg fahren, sondern aufgrund des unterschiedlich interessanten Einkaufserlebnisses der beiden Städte und der räumlichen Nähe beide Angebote nutzen - wovon beide Städte profitieren.

Vor diesem Hintergrund finde ich es außerordentlich bedauerlich, dass die Klagen der Städte Siegburg und Troisdorf gegen HUMA aufrecht erhalten werden und dass es nun voraussichtlich zu einem Streit vor Gericht kommt. Die in beiden Städten schlechten Finanzen können Gewerbesteuereinnahmen gut gebrauchen. Und ich bin überzeugt davon, dass HUMA nicht nur Sankt Augustin, sondern der ganzen Region in Hinblick auf den Einzelhandel gut tut und somit alle davon profitieren werden - übrigens auch die Bürger der Region (inkl. Siegburg), die dann nämlich nicht mehr bis nach Köln oder noch weiter fahren müssen, um ihren Wünschen nach modernen und vor allem vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten nachkommen zu können.

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Namensbeitrag des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Sankt Augustin Georg Schell