Christlich Demokratische Union Sankt Augustin
Kassenkredite im Rhein-Sieg-Kreis steigen immer weiter – 2013 um 61,5 Mio. Euro PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 29. Mai 2014

Georg-Schell-RGB-170Am 28. Mai 2013 veröffentlichte das Statistische Landesamt IT.NRW die Verschuldungsstatistik zum 31.12.2013. In ganz NRW stiegen die Kassenkredite der Kommunen zum Vorjahr um fast 1,8 Milliarden Euro (7,6%) auf nunmehr 25,3 Milliarden Euro.

Damit haben die NRW-Kommunen mehr Kassenkredite als alle anderen Kommunen in Deutschland zusammen!

Im Rhein-Sieg-Kreis stiegen die Kassenkredite inkl. denen der Kreisverwaltung im Jahr 2013 prozentual um 16,0% und damit sogar noch stärker als im Landesschnitt um 61,5 Mio. Euro auf 444,8 Mio. Euro. Die stärksten Anstiege in den Kommunen verzeichneten dabei Eitorf mit 32,6% auf jetzt 3,5 Mio. Euro, Sankt Augustin mit 33,0% auf 29,8 Mio. Euro und Alfter mit 34,0% auf 9,1 Mio. Euro. In der Bundestadt Bonn stiegen sie um 152,5 Mio. (29,7%) auf 665,5 Mio. Euro.

In absoluten Werten hatten zum Jahresende 2013 Bornheim mit 40,2 Mio. Euro, Rheinbach mit 53,5 Mio. Euro und Siegburg mit 78,7 Mio. Euro die höchsten Kassenkredite in ihren Bilanzen. Umgerechnet auf jeden Einwohner lagen die höchsten Verschuldungen in Windeck mit 1.830 Euro, in Rheinbach mit 2.007 Euro und in Siegburg mit 2.008 Euro vor. Im Schnitt war jeder Bürger des Rhein-Sieg-Kreises mit 766 Euro durch Kassenkredite verschuldet, in der Bundesstadt Bonn mit 2.146 Euro.

Georg Schell, Fraktionsvorsitzender der CDU Sankt Augustin: „Seit dem Jahr 2000 steigen die Kassenkredite der Kommunen in NRW ungebremst – jedes Jahr zwischen einer und drei Milliarden Euro. Dies ist ein klares Zeichen für die chronische Unterfinanzierung der Kommunen seitens des Landes und ein Grund dafür, dass wir unseren Bürgern vor Ort seitens der Stadt- und Gemeinderäte nicht mehr die Leistungen bieten können, die sie verdient haben. Es darf nicht vergessen werden, dass der mit Abstand größte Teil der kommunalen Einnahmen in die Zuständigkeit des Landes fällt.

Ich möchte der Landesregierung keine Absicht unterstellen, aber dass die Wähler diese für die rot/grüne Landesregierung sehr negative Statistik erst so kurz nach der Kommunalwahl bekommen und daher nicht in ihre Wahlentscheidung einfließen lassen konnten, ist sehr bedauerlich.“