Christlich Demokratische Union Sankt Augustin
Grüne schüren unnötig Befürchtungen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 12. März 2014

schell170-2In einer aktuellen Pressemeldung schüren die Augustiner Grünen einmal mehr Befürchtungen hinsichtlich des Fluglärms rund um den Flugplatz Hangelar und berufen sich dabei unter anderem auf das erstmals erstellte Strategiepapier der Flugplatzgesellschaft.

Bedauerlicherweise argumentieren die Grünen dabei sehr einseitig und weisen beispielsweise nicht darauf hin, dass der Lärmschutz mehrfach und sogar im Leitbild herausgehoben wird.

Dieses Leitbild im Strategiepapier

"Der Flugplatz Hangelar ist unverzichtbarer und identitätsstiftender Bestandteil der Region. Sein Erhalt ist zu sichern. Seine Modifizierung und Weiterentwicklung soll im Kontext wirtschaftlicher Solidität erfolgen. Erklärtes Ziel ist es hierbei auch, die Flugbewegungszahlen zu stabilisieren und durch gezielte Maßnahmen zur weiteren Minimierung von Geräuschemissionen eine größere Akzeptanz in der regionalen Bevölkerung zu erreichen. Gleichzeitig müssen Natur-, Landschafts- und Artenschutz wichtige Kriterien bei allen Entscheidungen sein."

findet die volle Unterstützung der CDU-Fraktion.

Auch die Zusammenhänge der Platzrunde und des Platzrundenkorridors werden nicht richtig bzw. nicht vollständig dargestellt. Eine Platzrunde gibt es in Deutschland grundsätzlich an allen Verkehrslandeplätzen, bei denen im Sichtflugverfahren geflogen wird (zu diesen gehört auch Hangelar), und ist auch an diesen jeweils verbindlich. Somit ist die Situation nun in Hangelar tatsächlich wieder wie an allen anderen vergleichbaren Flugplätzen, nachdem der Platzrundenkorridor weggefallen ist.

Der Wegfall des Korridors ist nicht unbedingt ein Ruhmesblatt für den Grünen-Politiker Horst Becker. Nachdem er diesen in seiner damaligen Position als Staatssekretär im Verkehrsministerium initiiert hatte, gab es umgehend Bedenken bzgl. der Flugsicherheit nicht nur von örtlichen Piloten, sondern auch von Fachleuten. Dies führte in der Folge dazu, dass das Verkehrsministerium ein Gutachten in Auftrag gab, dessen Fazit unter anderem lautet:

"Insgesamt sind die in Bonn-Hangelar vorgegebenen Toleranzfelder [der Korridor] und die damit angewendete Überwachungsmethodik und die daraus resultierenden Flugverfahren also im Hinblick auf potentielle erhebliche Sicherheitsrisiken und die Lärmbelastung als kontraproduktiv zu bewerten."

Aufgrund dieser deutlichen Bestätigung der Bedenken hat dann das gleiche Verkehrsministerium, in dem Herr Becker damals Staatssekretär war, die Bezirksregierung Anfang dieses Jahres aufgefordert, die Korridorregelung wieder zurückzunehmen, was die Bezirksregierung dann auch umgehend tat – und somit gemäß Gutachten die Luftsicherheit erhöht hat, was fraglos auch für die Anwohner des Flugplatzes sehr wünschenswert ist. Hier wäre es für alle Beteiligten sicher besser gewesen, wenn man die Auswirkungen eines Korridors vorab mit Fachleuten besprochen hätte. Die Flugplatzgesellschaft hatte übrigens weder mit der Einführung noch der Rücknahme des Korridors etwas zu tun.

Und schließlich bemängeln die Grünen, dass sich die Flugplatzgesellschaft „aus der Kontrolle der Flugbewegungen zurückzieht“. Hintergrund für diese Entscheidung ist unter anderem, dass die Gesellschaft für die Kontrolle bekanntlich nicht zuständig ist – dies ist nach wie vor die Luftaufsicht, also die Bezirksregierung Düsseldorf. Es wurde zwar in der Vergangenheit mittels eines Lasermessgerätes der Versuch gestartet, eigene Überprüfungen durchzuführen, was aber einerseits an der Technik scheiterte und andererseits jetzt nach Wegfall der Korridorregelung in der angedachten Form auch gar nicht mehr möglich wäre.

Zwar hat die Luftaufsicht in der Vergangenheit festgestellt, dass weniger als ein Prozent der kontrollierten Flüge ordnungswidrig waren, trotzdem ist eine Verstärkung der Kontrollen auch aus Sicht der CDU wünschenswert. Hierzu sollten alle Augustiner Fraktionen an einem Strang ziehen und entsprechend an die zuständige Luftaufsicht appellieren, denn dass Regelverstöße weiterhin festgestellt und geahndet werden sollten, ist nach wie vor Meinung der CDU.

Georg Schell, Fraktionsvorsitzender: „Wir stehen weiterhin zum Flugplatz und zu einer guten Nachbarschaft zwischen Piloten und Anwohnern. Der in der Vergangenheit eingeschlagene Weg einer intensiveren Kommunikation war bis jetzt z. B. im Rahmenplanungsbeirat erfolgreich und wird von uns daher auch in Zukunft unterstützt.“