Christlich Demokratische Union Sankt Augustin
Sankt Augustin startet Prozess der Inklusion für alle Lebensbereiche PDF Drucken E-Mail
Montag, den 25. November 2013

lienesch170-3Mit einem Zielfindungsworkshop hat der Rat der Stadt Sankt Augustin den Startschuss gegeben für die Erarbeitung eines Aktionsplanes Inklusion, der alle Lebensbereiche in der Stadt abdecken soll. Inklusion muss nicht nur in der Schule verwirklicht werden,  sondern für die CDU in Sankt Augustin und die anderen Fraktionen ist klar, dass diese fachbereichsübergreifend sein muss und vor allem eine Veränderung in der Gesellschaft damit einher gehen muss. Niemand darf von der Teilhabe an Bildung und gesellschaftlichem, sozialem und kulturellem Leben ausgeschlossen sein. So sieht es auch die UN Konvention, die dem Prozess zu Grunde liegt, vor.


Zur Inklusion zählen nicht nur Veränderungen im Bereich Schule, auch wenn dies ein wichtiger Bereich ist. Hier gilt es im Laufe des Prozesses noch wichtige Fragen, z. B. auch zum Fortbestand der erfolgreichen Förderschulen, zu beantworten. Was ist aber z. B. mit gesellschaftlicher Teilhabe? Was ist mit der Mobilität? Was ist mit der Infrastruktur?

„Wir möchten jedem Menschen – ob mit oder ohne Handicap – eine vollwertige Teilhabe am Leben in unserer Stadt ermöglichen, die möglichst barrierefrei ist. Barrierefreiheit bezieht sich dabei jedoch nicht nur auf Bordsteine an Straßen oder Aufzügen in Gebäuden, sondern auch in der Gesellschaft müssen Barrieren abgebaut werden“, so Sascha Lienesch, sozialpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Sankt Augustin.

Der vom Rat nun eingeschlagene Weg, gemeinsam mit einem externen Fachbüro, einen Aktionsplan zu erstellen, der konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet, die auch für die Stadt Sankt Augustin mittel- bis langfristig umsetzbar ist, ist genau der richtige Weg.

„Wichtig ist zu begreifen, dass der Weg zur vollständigen Inklusion ein Generationenprojekt ist. Es handelt sich um einen Prozess, der nun in Gang gesetzt wird, der niemals abgeschlossen sein wird. Inklusion muss als Prinzip in alle Entscheidungen einbezogen werden“, so Lienesch abschließend.

Die Erstellung des Inklusionsplanes soll circa ein Jahr dauern. Bei der Erarbeitung des Aktionsplanes sollen natürlich auch Bürgerinnen und Bürger sowie die ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Stadt und die Initiativen und Einrichtungen im Bereich der Integration zu Wort kommen und ihre Erfahrungen und Bedürfnisse mit einbringen. Dazu hat der Sozialausschuss in der letzten Sitzung die Einsetzung einer Projektgruppe beschlossen, um die Arbeit des Fachbüros zu begleiten. Im Herbst 2014 soll der Aktionsplan Inklusion fertig sein.

Zwischenergebnisse werden zu gegebener Zeit im Ausschuss für Familie, Soziales, Gleichstellung und Integration präsentiert werden. Der offizielle und öffentliche Auftakt findet am 15. Januar 2014 statt, zudem die Stadtverwaltung noch einladen wird.


Hier ein schönes, kurzes Video der Aktion Mensch, das erklärt, was Inklusion überhaupt ist: